Ästhetische Zahnmedizin

Hollywoods Traumfabrik glänzte von jeher durch Erfindungsreichtum, wenn es darum ging, perfekte Helden zu schaffen.

Der Zahnarzt Dr. Charles Pinkus entwickelte bereits in den dreißiger Jahren eine Methode, dünne Keramikschalen auf Zähne zu kleben, um damit den Stars zu strahlend weißem Lächeln zu verhelfen. Der Effekt war leider nur von kurzer Dauer. Denn es war zur damaligen Zeit nur möglich, die verschönernden Schalen mit Haftpulver anzubringen. Nach den Dreharbeiten waren die Schauspieler deshalb den schönen Schein schnell wieder los.
Heutzutage kann sich jeder ein dauerhaftes, hollywoodreifes Gebiss fertigen lassen. Dem Zahnarzt stehen eine Reihe von Methoden zur Verfügung, um verfärbte, verdrehte, zu kurze, zu lange, beschädigte oder ganz einfach unschöne Zähne zu korrigieren.

Bleaching

Bei Verfärbungen, die sich durch professionelle Zahnreinigung nicht beseitigen lassen, bietet sich das sogenannte Bleaching an. Im ersten Schritt stellt der Zahnarzt die Ursache der Verfärbung fest. Denn nicht alle Zahnverfärbungen lassen sich erfolgreich bleichen. Beim Einzelzahn-Bleaching wurzelbehandelter Zähne füllt der Zahnarzt das Gel direkt in den Zahn und lässt es einige Stunden einwirken. Beim äußeren Bleaching werden die Zahnreihen drei- bis viermal in 15-20minütigen Sitzungen mit einer Peroxid-Lösung behandelt. Für das Home-Bleaching passt der Zahnarzt den Patienten eine tiefgezogene individuelle Kunststoffschiene an, die Sie zu Hause eine Woche lang täglich für mehrere Stunden tragen. Der Effekt der verschiedenen Techniken ist immer derselbe: Es werden dem Zahnschmelz hässliche Farbpigmente entzogen, die sich im Laufe der Zeit eingelagert haben. Bei allen verwendeten Substanzen sind von den Herstellern Unbedenklichkeitsbescheinigungen, basierend auf klinischen Langzeitstudien, zu fordern. Nur mit solchen Medikamenten kann ein dauerhafter Erfolg ohne Nebenwirkungen sichergestellt werden.

Veneers

Bei einem reizvollen Lächeln dominieren die oberen Schneidezähne. Mit Hilfe von Veneers lässt sich eine natürliche, schöne Optik erzeugen. Veneers sind Keramikschalen, die – ähnlich künstlichen Fingernägeln – dauerhaft auf die Zähne geklebt werden. Mit Veneers lassen sich schiefe oder unansehnliche Zähne korrigieren: etwa verfärbte Frontzähne oder Zähne mit großflächigen Füllungen auf der Vorderseite. Aber auch Lücken lassen sich mit dieser Methode schönen. Das Verfahren ist sehr zahnschonend. Da die Verschalungen sehr dünn gefertigt werden können, muss der Zahn nur einen halben Millimeter auf seiner Vorderseite beschliffen werden. Im Vergleich dazu werden für die sogenannten Jacket-Kronen 50 Prozent der Zahnsubstanz entfernt. Vor der Entscheidung für ein Veneer muss vom Zahnarzt die Abbeiß- und Kausituation des Patienten überprüft und analysiert werden. Wenn die Voraussetzungen stimmen, haben Veneers eine Lebensdauer bis zu 15 Jahren.

Vollkeramik-Kronen

Die derzeit gängigste Form, Zähne in Form und Farbe zu verändern, ist die Überkronung durch Metallkeramik-Kronen. Dazu wird der Zahn in die Form eines Hütchens geschliffen und dann mit einer Krone versehen, die fest einzementiert wird. Während herkömmliche Kronen einen Metallunterbau aufweisen, der mit Keramik Zahnfarben verblendet wird, glänzen die kosmetisch sehr hochwertigen Vollkeramik-Kronen durch natürliches Aussehen: Die Krone kommt ohne Metallunterbau aus, das Licht kann wie bei den natürlichen Zähnen durch den Zahn scheinen, und der Zahn sieht dadurch um vieles lebendiger aus. Auch die Entscheidung für die Vollkeramik-Krone darf nur nach sorgfältiger Überprüfung von Abbeiß- und Kaufunktion getroffen werden. Nur so können Misserfolge ausgeschlossen werden.